Mini-Review: das Vivitar Series 1 19-35 1:3.5 an der Sony A7II

Wülfrath nach dem Regen. A7II @ ISO 50, 2,5s, Vivitar 19-35 @ f9. 

Ich habe eigentlich immer noch keine vernünftige Lösung im Ultraweiten Bereich – für den Sony A-Mount besitze ich ein Sigma 10-20 F4,0-5,6 EX DC, im E-Mount ein altes adaptiertes 17mm Tokina und seit ein paar Monaten für den A-Mount das Vivitar 19-35. Das Sigma 10-20 erfüllt seine Aufgabe mehr schlecht als recht, das 17mm Tokina hat keinen AF und erreicht seine höchste Bildauflösung erst ab f11. 

Nun also das Vivitar 19-35 für den Sony A-Mount. An die Sony A7II habe ich es über einen Sony LA-EA4 Adapter montiert. Ursprünglich für den Minolta Mount (welcher ja von Sony übernommen wurde) konzipiert, gibt es dieses Objektiv für unter 50€ gebraucht bei Ebay. Dafür ist die Leistung sehr ordentlich. Auch hier muss gut abgeblendet werden und selbst dann sind die äußersten Ecken nicht immer perfekt. Insgesamt löst es aber erstaunlich gut auf. Es ist recht kompakt, ein 77mm Filter passt drauf und aufrund des Plastikgehäuses ist es angenehm leicht. 

Nicht so gut ist der Autofokus, der manchmal nicht mit der Komposition einverstanden ist und erst dann „greift“, wenn man diese etwas verstellt. Dieses Verhalten habe ich sowohl an der A7II als auch an einer Minolta Dynax 4 festgestellt. 

Krasse Blendenflecke bei Gegenlicht: das Vivitar 19-35 an der Sony A68.

„Nicht so gut“ ist etwas, was man vielleicht noch kompensieren kann. Ziemlich grottig, und damit auch die große Schwachstelle dieses Objektives, ist das Verhalten bei Gegenlicht – da werden die Bilder komplett unbrauchbar. Sonnenflecken sind ein Stück weit typisch für Linsen im Ultraweiten Brennbereich, aber so krass kenne ich das von keinem anderen Objektiv. Bei Sonneneinstrahlung ist dieses Objektiv schlicht und einfach unbrauchbar.

Nichtsdestrotrotz: wenn man starkes Gegenlicht vermeiden kann, ein Stativ mitnimmt und gut abblendet, ist das Vivitar 19-35 eine günstige und brauchbare Alternative, wenn man mit sehr großen Bildwinkeln experimentieren möchte. Für professionelle Ansprüche eignet sich dieses Objektive jedoch nicht.

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