Das Bild der Woche KW 2018-33

DSC_0156-Pano-FV5-DNG-LIGHTROOM

 

  • Essential Products PH-1
    5x RAW in Lightroom zum Pano zusammengefügt
    Camera FV-5
  • ƒ/1.9
  • 3.4 mm
  • 1/100
  • ISO 77

 

Nach etwas mehr als 2,5 Jahren mit meinem Redmi 3 Pro Smartphone hatte ich so langsam das Gefühl, dass ich ein neues schickes Handy benötige. Nicht, dass das Xiaomi kaputt geworden wäre oder Macken bekommen hätte. Eigentlich war es das kompletteste Handy, das ich bis heute benutzt hatte. Aber ich wollte schon lange ein Smartphone haben, welches ohne Umwege im RAW-Format aufnehmen konnte. Das ging mit dem Xiaomi zwar auch, aber etwas umständlich über die App Freedcam, welche ich als etwas zu kompliziert empfand. Jedenfalls gab es beim letzten Amazon Prime Day das Essential PH-1 für sensationelle 249 US$ im Angebot, so dass ich nicht zögerte und das Gerät für ca. 275€ Gesamtkosten aus den USA importierte.

Natürlich war mir die Kamera als Kriterium am wichtigsten. Etwas skeptisch war ich bei der Bestellung zwar schon, da die Kamera in den ersten Reviews dieses Smartphones total verrissen wurde – und das trotz des Sony IMX 258 Sensors, der zu den besten in dem Sektor gehört. Aber für mich war es von vorneherein klar, dass ich in RAW fotografieren würde und daher definitiv mit Drittanbieter-Apps arbeiten würde. Mittlerweile ist die vorinstallierte App aber auch ausgereift, und wer trotzdem noch skeptisch ist, kann sich auch die tolle Google Camera App installieren, welche das Essential inoffiziell unterstützt. Ich jedoch hatte mich aufgrund der Benutzerfreundlichkeit für die kostenpflichtige App Camera FV-5 entschieden.

Nachdem ich dann im Urlaub schon ein paar Fotos gemacht hatte und dort von der Bildqualität positiv bestätigt wurde, habe nach der Rückkehr den Schwierigkeitsgrad etwas angeschraubt und die Kamera unter schwierigeren Lichtbedingungen wie Sonnenuntergang, komplexen Strukturen und Gegenlicht getestet. Das meiner Ansicht nach beste Bild poste ich hier im Blog, der Rest kann gerne auf meinem Album auf Flickr besichtigt werden. Wie ich finde, hält sich das Handy ganz wacker. Der Detailgrad ist absolut in Ordnung. Das Problem des Sensors ist eher das Gegenlicht. Auf diesem Bild sieht man das nicht unbedingt, da gab es kein grelles Gegenlicht mehr, aber auf vielen anderen. Es fällt auf wie gering der Dynamikumfang dieses kleinen Sensors im Vergleich zu großen Sensoren ist, wenn dieser große Blendenunterschiede zu bewältigen hat. Dann hat mit massiven Texturverlusten und Farbverschiebungen zu kämpfen, die kaum noch zu korrigieren sind. Aber das war ja auch zu erwarten. Man muss sich immer wieder daran erinnern, wie klein so ein Smartphone-Sensor im Vergleich zu einer Vollformat-Kamera ist. Und wenn man den Sensor nicht überfordert, dann macht die Kamera durchaus tolle Bilder, welche sich locker auch für große Prints eignen.

 

Das Bild der Woche KW 2018-32

Street Fotografie in Essen, Sommer 2018

Essen Kettwiger Str.

Das Foto entstand vor ein paar Monaten während meines Streifzuges durch die Essener Innenstadt. Ich frage mich immer, ob das überhaupt noch „Street“ ist, oder vielleicht doch schon Architektur? Jedenfalls bin ich immer wieder von solchen Motiven inspiriert – Bahnhöfe mit vielen Treppen, Menschen die kommen und gehen, der Wechsel zwischen Dunkel und Licht. Und das alles wie auf diesem Bild hier in Kombination, was mir sogar eine Bildkomposition samt Linienführung zum Gegenlicht und allem Pipapo ermöglichte. Bahnhöfe sind im Grunde immer gleich, und dennoch gibt es unendlich viele Motive.

Das Bild der Woche KW 2018-29

A Random Bavarian Landscape

Random Bavarian Landscape

 

  • Samsung NX300
    16-50  Pancake Zoom
  • ƒ/4.5
  • 31.0 mm
  • 1/1250
  • ISO 200

Anscheinend ist das ein richtig gutes Foto! Ich formuliere das bewusst so unsicher, weil ich dieses Foto gar nicht so richtig auf dem Schirm hatte. Nun ist dieses Foto zu meiner Überraschung sehr gut bei Youpic angekommen. Für mich ist das sicher ein gelungenes Foto, aber nicht unbedingt mein bestes. Dennoch habe ich dafür bis jetzt dafür sagenhafte 330 Likes und über 26k Views bekommen – und damit ist es bis dato mein erfolgreichtes jemals auf eine Fotocommunity hochgeladenes Bild geworden.

Dabei ist dieses Foto eigentlich nur ein Schnappschuss unter vielen. Im Urlaub als Beifahrer im Auto werde ich nämlich irgendwann unruhig ob all der schönen unbekannten Landschaften. Ich fange dann an, einfach mal aus dem Fenster Fotos von der Gegend zu machen. Die Ausschussquote ist dabei sehr hoch, manches ist unscharf und eine vernünftige Komposition ist bei Autobahngeschwindigkeiten durch das Fenster durch auch nicht gerade einfach. Aber trotzdem kommen genug passable Fotos zusammen, die ich auf meinen 2. oder 3. Accounts bei 500px, Eyeem oder Youpic hochlade.

Und hin und wieder passiert es dann, dass ich ein Foto so wie hier in seiner Wirkung komplett falsch einschätze, so dass ich es fast gar nicht hochgeladen hätte. Ein ähnliches Bild, welches ebenso aus dem fahrenden Auto heraus entstanden ist, hatte ich schon mal auf 500px hochgeladen – auch da habe ich nicht damit gerechnet, dass es so gut ankommt. Um so mehr freue ich mich, dass auch ein „Schnappschuss“ wie dieser so vielen Menschen gut gefällt!

 

Das Bild der Woche KW 2018-23

Down Around Frank’s Bend

Frankholzhäuschen, Wuppertal, Mai 2017

Down Around Frank's Bend

  • Sony ILCE-7M2
  • FE 28mm F2
  • ƒ/3.5
  • 28.0 mm
  • 1/60
  • ISO 200

So unschön, heruntergekommen und unangenehm Wuppertal manchmal anzusehen ist – vor allem an der B7 Talachse mit all seinen Mietshäusern, die wenigstens mal einen neuen Anstrich bekommen sollten – so schön kann Wuppertal sein, wenn man sich mal aus dem Tal heraus bewegt. Auf der einen Seite Kohlfurth, Cronenberg, Lichtscheid, Ronsdorf, auf der anderen Seite der Dönberg, Katernberg, Uellendahl… es lohnt sich, einfach mal das Auto irgendwo abzustellen und in die Gebiete hineinzugehen, die abseits der viel befahrenen Routen stehen. Meistens – nicht immer – lohnt es sich, seine Kamera dabei zu haben.

Spiel mit alten Linsen: Helios 44-5 58mm

„THe Helios Backlight“

im Wald mit der Helios 44-5, adaptiert auf M43.

Helios Backlight

  • Olympus EM10
  • Helios 44-5 @ f4 (per Adapter)
  • f4
  • ISO200
  • 1/320

Diese alten Sowjet-Linsen sind eigentlich ziemlicher Mist. Bei Offenblende sind sie so weich, dass sie kaum zu gebrauchen sind. Abgeblendet auf f4 wird die Bildqualität dann ganz passabel, aber dann wäre die Frage, was man mit 58mm Brennweite so anstellt. Für Landschaften ist mir das zu lang, für Portraits eigentlich zu wenig, und bei Street möchte ich nicht über 50mm gehen.

Dann wiederum mag ich es, mit einem Tele in den Wald zu gehen und einfach mal „reinzuhalten“. Und dann macht dieses Objektiv dann doch wieder Sinn – nämlich, wenn es an einer M43-Kamera adaptiert wird. Im meinem Falle die OMD EM10. Denn so wird aus dieser 58mm Brennweite, bedingt durch den Crop Faktor, plötzlich eine 116mm Brennweite.

Die Bildqualität ist dann immer noch eher zweifelhaft, zumindest im Vergleich mit den modernen superscharfen Festbrennweiten, die man so für relativ günstiges Geld bekommen kann. Aber ach, irgendwie macht diese 20€  Linse  dann doch wieder so traumhafte verträumte Bilder, dass ich sie nicht missen möchte.

Das Bild der Woche KW 2018-22

„Road in the Sky and Road on the Earth“

Frankholzhäuschen, Wuppertal, Germany

Road in the Sky and Road on the Earth

  • Sony ILCE-7M2
  • Sony FE 28mm F2
  • ƒ/3.5
  • 28.0 mm
  • 1/60
  • ISO 160

Dieses Bild ist entstanden im Frühling im letzen Jahr, mit meiner damals noch frischen A7MK2. Eigentlich war ich auf der Suche nach Rapsfeldern, die ich von der Autobahn aus gesehen hatte. Auf dem Weg dahin – in der Ecke Wuppertal Katernberg / Aprath am Frankholzhäuschen, entdeckte ich dieses kleine Häuschen mit einem so schönen Sonnenuntergang. Ich hatte da noch kein Ultraweitwinkel, so dass ich mehrere Fotos (ich glaube 5 oder 6) zu einem Panorama in Lightroom zusammengefügt habe. Der Himmel hat einen kleinen Fischaugen-Effekt. Er war tatsächlich ganz gerade, dieser Effekt erst durch das Zusammenfügen der Bilder in Lightroom. Meiner Ansicht nach gibt dieser kleine Fehler aber dem Bild etwas besonderes.

PS Den Titel dieses Bilder verdanke ich https://500px.com/victoriaartamonova, einer tollen Fotografin aus Russland, die dieses Bild auf 500px so nett kommentiert hatte. Vielen Dank dafür! 🙂

Das bin ich.

Mein Name ist Adam Wallach, ich bin 38 Jahre alt und arbeite als Betreuungskraft bei der Lebenshilfe in Wuppertal Cronenberg. Um 2012 herum habe ich begonnen, das Thema Fotografie als Hobby für mich zu entdecken. Damals noch inspiriert von der Lomografie-Szene, fing ich an, mit einer Holga-Kamera und abgelaufenen Filmen zu arbeiten. Irgendwann habe ich aber dann doch eine digitale Spiegelreflex gekauft und begann, „ernsthaft“ zu fotografieren. Anfangs waren die gelungenen Fotos noch reine Glückstreffer. Wenn ich etwas Interessantes gesehen habe, habe ich schlicht „nach Gefühl“ fotografiert, ohne wirklich zu wissen, was ich da tue. Erst nach und nach habe ich autodidaktisch meine Fähigkeiten entwickelt. Erlernt habe ich alles durch eigenständiges Üben, aber auch durch Feedback in Internetforen und das Schauen von Tutorial-Videos. Heute weiß ich viel mehr über den Zusammenhang von Licht, Komposition und Perspektive als noch am Anfang, weiß aber dennoch, dass die Fotografie ein Prozess des stetigen Dazulernens ist.

Das Fotografieren dient für mich in erster Linie als Entspannung. Als jemand, der immer wieder die Ruhe in der Natur sucht, kann ich bei einem Spaziergang mit einer Kamera zur Hand komplett abschalten. Oft vergesse ich dann die Zeit und bin dankbar für meine Freundin, die dann trotzdem die nötige Geduld hat und mir den Freiraum lässt, mich bei einem schönen Motiv „auszutoben“.

Meine Motive finde ich hauptsächlich in Wuppertal und in der Umgebung. Auch nach Jahren entdecke ich in der Region immer wieder neue und schöne Orte, bei denen es sich lohnt, zum Sonnenuntergang auf ein

dramatisches Licht zu hoffen. Aber auch meine Urlaubsorte wähle ich meist danach aus, ob es dort interessante Motive gibt, zu denen sich ein Ausflug lohnt.

Auf meiner Website unter www.photoadam.de habe ich meine besten Fotos versammelt. Ich freue mich über jeden Besucher, der sich meine Fotos anschauen möchte.